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Der zweite Schritt auf dem Pfad der Erinnerung führt durch den Schatten. Nicht der äußere Schatten, den wir oft in der Welt sehen – sondern der innere, der sich aus dem Getrenntsein formte. Er entstand nicht aus Bosheit, sondern aus Vergessen.
Die Schattenaspekte in uns sind jene Anteile, die glauben, vom Licht getrennt zu sein. Sie versuchen durch Kontrolle, Angst, Urteil oder Verweigerung zu überleben. Doch sie sehnen sich – wie wir selbst – nach Rückverbindung.
✦ Der Ruf in die Tiefe
Jede Seele, die den Ruf des Lichts vernimmt, wird früher oder später durch diese dunkleren Räume gehen. Dort begegnen wir uns selbst in verzerrter Form – unseren Ängsten, unserer Wut, unserer Scham. Doch genau in diesem Erkennen liegt der Schlüssel zur Transformation.
✦ Der Schatten als Lehrer
Der Schatten zeigt uns, was noch nicht gesehen, was noch nicht geliebt ist. Er ist nicht der Feind – sondern ein Portal zur Ganzwerdung. Wer den Schatten durchschreitet, ohne ihn zu bekämpfen, verwandelt ihn in Licht.
✦ Integration
In dieser Phase beginnt das Herz, Mitgefühl auch für die dunkelsten Anteile zu entwickeln – in uns selbst und in der Welt. Es ist der Beginn wahrer Vergebung: das Erkennen, dass alles, was je geschah, Teil der großen Rückkehr war.
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„Ich umarme meinen Schatten. Ich heile im Licht.“